Hercinia
Was macht Hercinia?
Hercinia ist ein Luxemburger Unternehmen, das gegründet wurde, um Lagerstätten kritischer Rohstoffe in Europa und die Anlagen zu ihrer Verarbeitung zu erwerben, zu finanzieren und zu entwickeln. Hercinia will jeden Rohstoff von der Lagerstätte bis zur Industriespezifikation führen: Genehmigungen, Bau, Qualifizierung auf den Produktionslinien der Kunden und Abnahmeverträge. Mehr zum Plattformmodell.
Wo ist Hercinia tätig?
In Europa. Hercinia will beherrschende Beteiligungen an Lagerstätten und an den Anlagen erwerben, in denen die Rohstoffe angereichert, raffiniert und umgewandelt werden. Das gilt für verschiedene Rohstoffe und Länder in Europa. Noch betreibt Hercinia keinen Standort. Das Team entsteht in Luxemburg.
Wo hat Hercinia seinen Sitz?
In Luxemburg. Der eingetragene Sitz der Hercinia S.à r.l. ist 99, Grand-Rue, L-1661 Luxembourg.
Auf welche Rohstoffe konzentriert sich Hercinia?
Zunächst auf zwölf Rohstoffe in vier Gruppen: Lithium, Graphit, Kupfer und Nickel für Batterien und Elektrifizierung; Phosphat und Kali für die Landwirtschaft; Magnetit, Vanadium und Titan für Stahl und Legierungen; Wolfram, Magnesium und Bor für Verteidigung und Fertigung. Jeder Rohstoff hat eine eigene Seite unter Rohstoffe im Fokus.
Zusammenarbeit mit Hercinia
Wie arbeitet Hercinia mit Investoren zusammen?
Hercinia will in Werte investieren, die sich prüfen lassen: Erzkörper, Genehmigungen und Anlagen. Jede Transaktion soll so aufgesetzt werden, dass öffentliche und industrielle Investoren mitinvestieren können. Das Kapital wird in Etappen zugesagt, jeweils sobald ein Asset gesichert ist. Als Investor Kontakt aufnehmen.
Kauft Hercinia Lagerstätten oder Anlagen?
Ja, das ist der Plan. Hercinia sucht den Kontakt zu Eigentümern von Lagerstätten, Bergwerken und Verarbeitungsanlagen in Europa, die offen für den Verkauf einer beherrschenden Beteiligung sind. Übernommene Unternehmen sollen ihren Namen behalten. Als Eigentümer Kontakt aufnehmen.
Hat Hercinia offene Stellen?
Derzeit sind keine Stellen offen. Das Team entsteht in Luxemburg. Operative Stellen folgen, sobald Hercinia seinen ersten Standort betreibt. Hercinia liest jede Initiativbewerbung. Schicken Sie Ihren Lebenslauf und ein kurzes Anschreiben an careers@hercinia.eu. Mehr unter Karriere.
Europas kritische Rohstoffe
Wie abhängig ist die EU bei kritischen Rohstoffen von China?
Stark, vor allem bei der Verarbeitung. Bei 22 der 35 Rohstoffe im Atlas hat China den größten Anteil am weltweiten Abbau oder an der weltweiten Verarbeitung. 2025 produzierte China rund 94 % des weltweiten Graphits in Batteriequalität und 85 % der raffinierten Seltenen Erden. Zudem stammen 98 % der in der EU verwendeten Seltenerdmagnete aus China. Mehr in der Analyse Woher Europas Versorgung kommt.
Welche Richtwerte für 2030 hat die EU bei kritischen Rohstoffen festgelegt?
Das Gesetz zu kritischen Rohstoffen (Critical Raw Materials Act), Verordnung (EU) 2024/1252, legt für die strategischen Rohstoffe vier Richtwerte fest. Die Kapazität in der EU soll bei der Gewinnung 10 %, bei der Verarbeitung 40 % und beim Recycling 25 % des jährlichen EU-Verbrauchs erreichen oder sich diesen Werten nähern. Außerdem soll bei keinem dieser Rohstoffe ein einzelnes Land außerhalb der EU mehr als 65 % liefern. Der Europäische Rechnungshof beziffert die Kapazität der EU für den Zeitraum 2016 bis 2020 auf etwa 8 %, 24 % und 12 %. Mehr in der Analyse Die Lücke bis 2030.
Welche kritischen Rohstoffe importiert die EU am meisten?
Dem Wert nach sind es Kupfer und Aluminium. 2025 importierte die EU aus Ländern außerhalb der EU Kupfer im Wert von 17,6 Mrd. € sowie Aluminium und Bauxit im Wert von 17,6 Mrd. €. Für alle kritischen Rohstoffe und Kali zusammen waren es 55,3 Mrd. €. Gemessen an der Abhängigkeit decken Importe bei 18 der 35 Rohstoffe im Atlas 90 % oder mehr des EU-Bedarfs. Vollständig importiert werden 13 Rohstoffe. Mehr im Atlas.
Ab wann gilt Black Mass in der EU als gefährlicher Abfall?
Ab dem 9. Dezember 2026. Der Delegierte Beschluss (EU) 2025/934 der Kommission führt für Black Mass und für Altbatterien auf Lithiumbasis Abfallschlüssel für gefährliche Abfälle ein. Eine Berichtigung im Amtsblatt vom 19. August 2025 hat den Geltungsbeginn vom 9. November auf den 9. Dezember 2026 verschoben. Gefährliche Abfälle dürfen nicht zur Verwertung in Länder außerhalb der OECD ausgeführt werden. Mehr im Artikel Ab dem 9. Dezember ist Black Mass gefährlicher Abfall.
Atlas und Daten
Was ist Europe’s Critical Materials Atlas?
Der Atlas ist Hercinias öffentliche Übersicht zu den 34 kritischen Rohstoffen des EU-Gesetzes zu kritischen Rohstoffen und zu Kali: woher sie kommen, wo Europa am stärksten von anderen abhängt und was Regierungen dagegen tun. Er beruht ausschließlich auf öffentlichen Quellen und darf frei weiterverwendet werden. Atlas öffnen.
Darf man die Grafiken und Daten von Hercinia weiterverwenden?
Ja. Texte, Grafiken und Daten stehen unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0) und dürfen frei weiterverwendet werden. Die Quellenangabe lautet „Hercinia, Europe’s Critical Materials Atlas, CC BY 4.0“. Bilder und das Logo sind davon ausgenommen. Alles finden Sie im Pressematerial.
Woher stammen die Zahlen von Hercinia?
Ausschließlich aus öffentlichen Quellen, vor allem aus der Studie der Europäischen Kommission zu kritischen Rohstoffen von 2023, den USGS Mineral Commodity Summaries 2026 und dem IEA Global Critical Minerals Outlook 2026 sowie vom Europäischen Rechnungshof und von Eurostat. Bei jeder Zahl ist die Quelle angegeben. Alle wichtigen Quellen sind unter Quellen aufgeführt.

